TOTENHAUS – BERNHARD AICHNER

TOTENHAUS - BERNHARD AICHNER

Ein seit zwanzig Jahren leerstehendes Hotel.

Eine Mörderin auf der Flucht.

Ein Albtraum der kein Ende nimmt.

Bei der Exhumierung auf einem Innsbrucker Friedhof werden in einem Sarg zwei Köpfe und vier Beine gefunden. Es handelt sich um Mord. Und nur eine Person kommt als Täterin in Frage: Bestatterin Blum, die die Toten damals eingebettet hat. Nun sucht sie Zuflucht an einem Ort, den sie besser gemieden hätte …


Titel: Totenhaus

Autor: Bernhard Aichner

Verlag: btb

Erscheinungsdatum: 2015

Genre: Thriller


Rezension:

Bestatterin Blum, eine Frau, die eigentlich alles hat was man sich wünschen kann. Sie hat einen Job in dem sie aufgeht, sie ist eine gutaussehende Frau, sie hat zwei tolle Kinder und ein schönes Haus, doch sie hat auch eine dunkle Vergangenheit welche sie gerade einzuholen droht.

  Bevor sie alles verlieren wird beschließt sie unterzutauchen. Allein, ohne die Kinder, sie werden noch früh genug erfahren was ihre Mutter getan hat, was passiert ist, nachdem ihr Vater gestorben ist.

 Ganz zufällig entdeckt sie dann auch noch ein unglaubliches Foto welches ihr Leben auf den Kopf stellen wird und sie an einen Ort führt, den sie besser nie betreten hätte. Die Menschen die sie dort kennenlernt sind nicht das, was sie vorgeben zu sein und Blum weiß nicht wem sie überhaupt noch trauen kann und sie merkt erst sehr spät das ihr eigenes Leben in Gefahr ist.

Das einzige was für sie zählt sind ihre Kinder, wird sie sie wiedersehen?

Sie vertraut den falschen Menschen und sie muss erkennen das die Welt in der sie gerade unterzugehen droht noch viel kranker und viel wahnsinniger ist, als sie es sich jemals hätte vorstellen können…


Mein Fazit:

Nachdem ich die letzten Zeilen von Totenhaus gelesen habe, wurde mir ganz schnell klar, das es wirklich schade ist, dass ich das erste Buch Totenfrau noch nicht gelesen habe. Natürlich kann man Totenhaus auch lesen und verstehen ohne den Vorgänger zu kennen, allerdings hätte ich die Vorgeschichte sehr gut gebrauchen können um Blum besser einzuschätzen und um ihre Beweggründe zu verstehen. Ab einem gewissen Punkt im Buch wird der Leser zwar darüber aufgeklärt was genau Blum in der Vergangenheit getan hat, aber für mich reicht dieses Halbwissen einfach nicht aus, denn die ganze Story ist wirklich faszinierend und da stört mich persönlich das Halbwissen einfach tierisch.

Mit dem Buchcover bin ich ganz zufrieden, es verrät eigentlich nichts und verspricht trotzdem einen sehr interessanten Inhalt zu  verbergen, alleine der Titel ist toll und ich lag mit meinen Ideen, wofür der Titel stehen könnte, sehr richtig.

Totenhaus ist ein tolles Buch, ein wirklich gutes Buch. Allerdings gibt es zwei Punkte die mich etwas gestört haben. Das Buch baut eine tolle Spannung auf, von Anfang bis Ende und man hat als Leser immer irgendwie ein ungutes, ein mulmiges Gefühl. Leider hat mir aber bis zum Schluss der große Knall gefehlt. Die Spannung war da, sie wurde mehr und mehr, aber der große Showdown wollte einfach nicht kommen, das Ende fühlte sich für mich sehr sachte an, der Ausklang war mir einfach zu flach, leider, denn von mir aus hätte das Buch noch tausende Seiten mehr haben können, es war ein wirkliches Vergnügen eine Seite nach der anderen zu verschlingen. Der zweite Punkt ist eben das mir das Wissen und die Geschichte aus dem ersten Teil gefehlt haben, aber das ist eher ein kleiner gedanklicher Minuspunkt meinerseits.

Der Schreibstil des Autors gefällt mir sehr gut, er holt mich ab, er unterhält mich und die Dialoge sind nicht zu lang, nicht zu umständlich und einfach gelungen. Die Akteure werden toll beschrieben und man kann ihnen, ihren Gedanken und ihrem Handeln nachempfinden. Besonders gut finde ich, das der Autor uns die kranke, die wahnsinnige Seite der Menschen näher bringt, als manch einer vertragen wird. Mein Thriller Herz für wahnsinniges und für menschliche Abgründe wurde voll getroffen.

Alles in allem ein Buch, welches mein Regal nicht mehr verlassen wird und zurück bleibt eine Aufgabe für mich. Diese ist einzig und allein ganz dringend das erste Buch Totenfrau ganz oben auf meine Leseliste zu setzen…


 

Mein Lieblingszitat aus TOTENHAUS:

Ein Unglück ist kein Baum.

Es wächst nicht langsam über Jahre, meistens kommt es über Nacht.

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