How to be Irish – David Slattery

How to be Irish - David Slattery

Wie werde ich zum waschechten Iren?

Dieses Buch ist eine volkskundliche Anleitung zum Irischsein.

Sie können ja nicht ahnen, in welchem Notfall Sie dieses Wissen vielleicht noch einmal brauchen werden.

Falls Sie dumm genug sind, wirklich eine oder einer von uns sein zu wollen, oder Sie schon so lange im Ausland leben, dass Sie vergessen haben, wie es geht;

wenn Sie Ferien bei uns planen oder wenn Sie sich bei uns schon wie zu Hause fühlen und einfach neugierig sind:

dann werden Sie dieses Buch möglicherweise nützlich oder vielleicht sogar lebensrettend finden …


Titel: How to be Irish

Autor: David Slattery

Verlag: btb

Erscheinungsdatum: 2015 (irische Originalausgabe 2011)

Genre: Anthropologie, Humor


Rezension:

Eine Anleitung zum Irischsein in 10 Kapiteln von einem echten Kenner – dem irischen Anthropologen David Slattery.

David Slattery führt mit viel Humor und Ironie, gepaart mit Fachkenntnissen, durch die Welt der Iren, ihre Eigenarten, ihre ungeschriebenen Verhaltensregeln auf Hochzeiten, Beerdigungen, im Pub oder einfach nur bei der Arbeit.

Er erklärt dem Leser wie Weihnachten in Irland gefeiert wird, wie die Iren zu ihren Hereingeschneiten stehen, wie in Irland gebaut wird, was Politik in Irland bedeutet oder was spannendes in irischen Wartezimmern passiert.

Immer mit einer ordentlichen Portion Humor wird dem Leser das Irischsein näher gebracht. Ob für den Urlaub, zum Auswandern oder einfach nur zwischendurch, dieses Buch bringt uns die Iren auf eine ganz andere Art und Weise näher und hat sogar das Potenzial peinliche Missverständnisse zu verhindern…


Mein Fazit:

Da ich schon immer von Irland fasziniert bin und dort unbedingt mal hin möchte, hat mich dieses Buch natürlich sehr interessiert.

Das Cover passt schon mal super ins Thema, das grün, die Schafe, und das Kleeblatt, bringt man automatisch mit Irland in Verbindung.

Das Buch ist unglaublich humorvoll geschrieben und ich habe an vielen Stellen herzhaft gelacht. Natürlich sollte man alles nicht allzu ernst nehmen. Es ist sehr interessant auf diese Weise einen faszinierenden Einblick in die Lebensweise und das Verhalten der Iren zu erhalten. Die Themen für die Kapitel sind recht gut gewählt, allerdings waren am Ende einige Themen nicht so mein Ding und haben mir das weiterlesen doch sehr erschwert. Nichts desto trotz ist How to be Irish eine sehr unterhaltsame Lektüre mit Witz, Charme und Wahrheiten, die sich Irland-Fans nicht entgehen lassen sollten. Wer dorthin auswandern möchte oder einfach nur seinen Urlaub dort plant, sollte dieses Buch unbedingt im Gepäck haben.


 

Meine Lieblingszitate aus How to be Irish:

In Irland machen wir Weihnachten anders. Nur hier fällt der Großteil aller Fälle plötzlichen Herzversagens im ganzen Jahr auf den Weihnachtstag. Am 27.Dezember kommt es zu einem sprunghaften Anstieg häuslicher Gewalt, und im Januar lässt sich eine Hochphase post-festiver Selbstmorde verzeichnen. Sich selbst oder auch ein anderes Familienmitglied umzubringen, gehört zum traditionellen irischen Weihnachtsbrauchtum. Nur wenige Touristen besuchen irische Familien anlässlich dieses Festes zu Hause, was doch sehr überrascht und daran liegen muss, dass sie nicht wissen, was ihnen da entgeht.

Die meisten älteren Wählerinnen besitzen winzige Hunde, die pausenlos bellen und zwischen Spitzengardinen und Fensterscheibe auf und ab hüpfen. Sie haben die Kunst perfektioniert, in einer überzeugenden Demonstration ihrer hinterhältigen kleinen Persönlichkeiten die Zähne zu blecken. In Hundesprache sagen sie: >>Sie mich an, sieh mich an. Sie liebt mich, und dass ich ein kleiner Scheißkerl bin, ist ihr vollkommen egal.<< Ich habe eine Theorie über diese Hunde. Als ihre Besitzerinnen noch jung waren, hofften sie, sich in die bösen Junge zu verlieben und diese zu heiraten, um dann von ihnen schlecht behandelt zu werden, was das Leben einer solchen Frau zu einem einzigartigem Drama voller gleichmütig ertragener Quälereien gemacht hätte. Stattdessen mussten sie sich mit verantwortungsbewussten, hart arbeitenden, vernünftigen Ehemännern zufriedengeben, die nett, aber leider furchtbar langweilig waren. Sie mochten die Langeweile, stellten sich bisweilen aber gern vor, wie es wäre, schrecklich zu leiden. Sobald die getreuen Ehemänner verschieden waren, beschlossen sie dann, ihre einstigen Träume von einem wilden Leben mit diesen behaarten kleinen Ungeheuern zu verwirklichen. Diese gibt es in unterschiedlichen Stufen der Behaarung, und das nahezu überall. Die Mehrzahl dieser selbstzufriedenen Dreikäsehochs von Hunden ist darauf spezialisiert, Ihnen die Fingerspitzen abzubeißen, wenn sie Flugblätter durch den Briefschlitz werfen, der in einem Meter Höhe angebracht ist. Ich stelle mir gern vor, dass man hinter den Türen kleine Trampoline für sie aufgebaut hat. Was für Biester. Selbstzufriedene kleine behaarte Biester.

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