TOCHTER DES DRACHENBAUMS – Susanne Aernecke

TOCHTER DES DRACHENBAUMS - SUSANNE AERNECKE

 

Ein Kampf um Leben und Tod, den nur die Liebe entscheiden kann.

Eine geheimnisvolle Verbindung zwischen zwei Frauen, die in verschiedenen Jahrhunderten leben, wird der Schlüssel zu einem Heilmittel, das die Welt verändern kann.

Iriomé ist die letzte Heilpriesterin der Kanaren und hütet das Geheimnis des ewigen Lebens. Als die Spanier ihre Heimatinsel erobern, wird sie nach Cádiz verschleppt. Von der Liebe ihres Lebens verraten, gerät sie in die Fänge der Inquisition, die ihr das Geheimnis entreißen will.

Romy ist Ärztin und wird von rätselhaften Träumen auf die Kanareninsel La Palma geführt, wo sie das ultimative Heilmittel in einer Grabkammer entdeckt. Sie will es der Menschheit zur Verfügung stellen und gerät in die Fänge der Pharmaindustrie. Erst als Romy sich langsam ihres früheren Lebens bewusst wird, erkennt sie, dass nur die Liebe sie retten und Iriomés Geheimnis bewahren kann.


Titel: Tochter des Drachenbaums

Autor: Susanne Aernecke

Verlag: Alyna

Erscheinungsdatum: 2015

Genre: Roman


Rezension:

Was wäre, wenn es ein Mittel gäbe, mit dem man alle Krankheiten dieser Welt heilen könnte? Sollte man es der Menschheit zugänglich machen oder sollte man dieses Mittel bewahren und vor Missbrauch schützen?

Genau mit dieser Frage müssen sich die beiden Hauptakteure Iriomé und Romy in dem Buch Tochter des Drachenbaums auseinandersetzen. Umgeben von Verrat und Gier nach Macht, wissen die beiden Frauen nicht mehr ob und vor allem wem sie noch vertrauen können.

Iriomé, die letzte Heilpriesterin der Kanaren verliert beim Einmarsch der Spanier fast ihr gesamtes Volk und alles was ihr Leben ausmacht. Sie wird verschleppt und versklavt, alles was ihr bleibt und was sie mit sich trägt, ist Amakuna. Ein geheimes Heilmittel der Guanchen, ihres Volkes.

Bevor ihr Volk vernichtet wurde, traf Iriomé auf den Spanier Joaquín und rettete ihm mit Hilfe von Amakuna das Leben. Sie verliebte sich Hals über Kopf in den schönen Spanier und nachdem ihre Vorgängerin und Lehrerin Tichiname ihr während sie im sterben lag prophezeite das nur die Liebe sie und das Geheimnis um Amakuna retten könnte, war Iriomé sich sicher das sie mit Hilfe von Joaquín und ihrer Liebe zueinander das Geheimnis beschützen könnte. Der Spanier trat ihre Liebe mit Füßen und letztendlich begann er Verrat an Iriomé, was sie zur Gejagten machte.

An diesem Punkt beginnt für Iriomé eine verzweifelte Flucht durch eine völlig fremde Welt, sie ist ganz auf sich allein gestellt und kann niemandem Vertrauen, glücklicherweise erhält sie Hilfe aus unerwarteten Richtungen und versucht mit aller Hilfe ihr Leben und Amakuna zu retten und vor der Gier nach Macht der Inquisitoren zu schützen.

Romy ist Ärztin und arbeitet in der Pharmaindustrie, während sie auf einer Klettertour ist, stürzt sie ab und fällt in eine Art Traumwelt, die immer wieder kehrt und die sie nach La Palma zieht. Anfangs denkt Romy sie sei verrückt, denn ihre seltsamen Träume sind unglaublich realistisch und häufen sich. Sie träumt von den Guanchen, Iriomé und Amakuna und sie hat keine Ahnung was das alles zu bedeuten hat. Auf der Insel macht sie sich auf die Suche nach Antworten und findet mit Hilfe ihrer rätselhaften Träume eine alte Grabkammer in der ein Pilz wächst. Im Selbstversuch entdeckt sie das es sich bei dem Pilz um Amakuna handeln muss und sie auf irgendeine Art und Weise mit Iriomé verbunden ist. Als sie mit Hilfe von Amakuna ihre beste Freundin Thea, die schwer an Krebs erkrankt ist heilen kann, wird ihr bewusst, was sie für eine Entdeckung gemacht hat. Dieses Heilmittel kann die Welt verändern und die Menschheit von Krankheit und Leid befreien.

Ihr guter Wille und ihr Glaube an dieses Wundermittel wird ihr sehr bald zum Verhängnis, denn es gibt viele Menschen die nur auf so eine Entdeckung gewartet haben und wissen was für eine Macht mit diesem Heilmittel einhergeht. Romy merkt zu spät das sie den Stein des Schicksals ins Rollen gebracht hat und es ein großer Fehler war auch nur einem Menschen von dieser Entdeckung zu erzählen. Plötzlich ist ihr Leben in Gefahr und sie weiß nicht mehr wem sie noch trauen kann. Sie versucht mit allen Mitteln das Geheimnis von Amakuna zu schützen und genau wie Iriomé wird sie zur Gejagten. Während sie völlig hilflos in einer ausweglosen Situation steckt und schon fast die Hoffnung verliert, erhält sie unerwartete Hilfe mit der es ihr gelingen könnte doch noch alles zum Guten zu wenden. Ihr wird bewusst das sich die Geschichte wiederholt und nur der Glaube an die Liebe wird ihr noch helfen können. Doch kann sie der Liebe wirklich trauen oder wird auch sie durch die Liebe letzten Endes verraten?


Mein Fazit:

Das Buch Tochter des Drachenbaums vereint viele Teile verschiedener Genres. Auf der einen Seite geht es um zwei Liebesgeschichten, es geht um Lug und Betrug, um Verrat, um Mord, um Freundschaft, um zwei abenteuerliche Fluchten und auch um sehr viel Historie und wahre Schauplätze. Vor allem aber geht es um zwei starke Frauen, die keine einfachen Entscheidungen zu treffen haben und eine große Last um ein Geheimnis, das unglaublich viel Verantwortung mit sich bringt, tragen müssen.

Die Spannung die in der ersten Hälfte des Buches erzeugt wird, konnte das Buch für mich nicht aufrechterhalten. Zwischenzeitlich empfand ich die Geschichte und die Handlung als sehr schleppend und die geschichtlichen Hintergründe haben  mich teilweise ein wenig erschlagen und auch gelangweilt.

Nichts desto trotz ist es ein gutes Buch, welches zeigt das man auch in der ausweglosesten Situation Hilfe erhalten kann und das Menschen zu Freunden werden können ohne das man es je erwartet hätte.

Die Frage was das für die Menschheit bedeuten würde, wenn es so ein Heilmittel wirklich geben würde hat mich noch eine ganze Weile beschäftigt und auch ich muss mir die Frage stellen: Wäre die Menschheit für so eine Entdeckung wirklich bereit? Ich weiß es nicht, denn die Menschen zeigen immer wieder zu welch schlimmen Dingen sie fähig sind und wie sehr sie Macht, wenn sie sie erhalten, missbrauchen…

 Die Autorin hat die Schicksale der beiden Hauptakteurinnen recht gut miteinander verschlungen und erst später wird aufgeklärt, was es mit dieser teilweise mystischen Verbindung auf sich hat. Die Ansätze gefallen mir ganz gut, aber ich denke das Buch hätte noch mehr Potenzial gehabt.

Interessant finde ich, das die Orte der Geschichte wirklich existieren und sollte ich mal nach La Palma kommen werde ich mir die Schauplätze definitiv angucken.

Teil zwei der Amakuna Saga wird es auch bald geben und ich bin gespannt ob Band 1 damit übertroffen werden kann.

Das Buchcover passt absolut zum Inhalt des Buches, die Klappe besteht aus einem Fenster durch welches der Betrachter auf eine Frau blickt die zu fliehen scheint und an einem Drachenbaum vorbei läuft. Sehr passend.


 

Mein Lieblingszitat aus Tochter des Drachenbaums:

Gewalt ist der kleine Bruder des Todes

Welch wahre Worte doch in diesem kleinen Satz stecken…

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s